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Anlage "Seldwyla" |
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1991 habe ich wegen Liebeskummer eine Beschäftigung
für den Feierabend gebraucht. So ist nach einem Jahr Planung in den
Jahren 1992 bis 1995 der Rohbau der Spur-N-Anlage "Seldwyla"
(236 x 52 x 43 cm) entstanden.
Konzept
Die Anlage "Seldwyla" ist für einen Punkt-zu-Punkt-Betrieb ausgelegt. Sie ist landschaftlich in den Voralpen angesiedelt. Es ist eine normalspurige Nebenbahn, die von der SBB betrieben wird, und die das regionale Zentrum Seldwyla mit dem kleinen Kurort Obertupfingen verbindet. Wegen der grossen Steigungen (42 o/oo) müssen auch für kurze Züge schwere Loks eingesetzt werden. Wegen der schlechten Strasse wird der Güterverkehr hauptsächlich mit der Bahn abgewickelt. So wird die Migros-Filiale in Obertupfingen regelmässig mit ein bis zwei Güterwagen bedient, damit für Nachschub gesorgt ist. Auf dem Weg nach Obertupfingen führt die Reise durch ein ausgedehntes
Waldstück. Dort befindet sich ein Anschlussgleis, welches für
die Holzwirtschaft verwendet wird. Das Gleis kann jedoch nur bei Bergfahrt
bedient werden, was bei der Betriebsplanung einige Voraussicht erfordert.
Technische Ausführung
Der Unterbau ist in offener Rahmenbauweise gehalten. Die Spanten sind aus 10mm Sperrholz, die Trasseebretter aus 6mm Sperrholz. Alle Holzteile wurden mit Nitrozellulose gegen Feuchtigkeit imprägniert. Der Anlagenrahmen misst 2.36 x 0.52m. Damit die Anlage trotz dem grossen Höhenunterschied von über 42cm transportabel bleibt (Umzüge!), wurde der Landschafts-Aufbau vom Rahmen abnehmbar ausgeführt. Zudem lässt sich die Landschaft in zwei Teile von je 1.18m Länge zerlegen. So hat die Anlage bereits 3 Umzüge problemlos überstanden! Da bekanntlich immer zuwenig Platz ist, habe ich die Landschaft in drei Etagen "gestapelt": In der untersten Ebene befindet sich der Schattenbahnhof Seldwyla, in der mittleren Etage ist offene Strecke und in der oberen Etage befindet sich der Bergbahnhof Obertupfingen. Das Gleismaterial ist Peco Code 80. Wegen der Betriebssicherheit wurden
keine Doppelkreuzweichen verwendet, sondern nur einfache Weichen. Alle
Weichen werden von Hand bedient. Dies ist absolut ausreichend für
einen sicheren Betrieb und den Spielspass. Nicht zuletzt entfallen die
Kosten für motorische Weichenantriebe und Stellpult-Elektrik!
Gleisplan
In der untersten Etage befindet sich der 8-gleisigeKopfbahnhof Seldwyla. Er ist ohne Landschaft, dafür mit viel Betriebsmöglichkeiten ausgeführt. Der Kopfbahnhof spart etwa 60-70cm Platz in der Länge, weil die Weichenstrasse auf der zweiten Seite entfällt. Die Bahnhofsgleise konnten dadurch länger ausgeführt werden. Links des Kopfbahnhofes ist ein Lokdepot für 6 Lokomotiven sowie vier zusätzliche Abstellgleise. Durch den Kopfbahnhof-Betrieb entsteht von selbst ein guter Lokumlauf, sodass immer wieder andere Loks auf der Strecke anzutreffen sind. Die mittleren Etage ist dominiert von der offenen Strecke mit dem Anschlussgleis zum Holzverlad. Die obere Etage gliedert sich in den letzten Teil der Bergstrecke und den 3-gleisigen Endbahnhof Obertupfingen. Die Gleisanlagen sind zwar knapp, jedoch können alle Manöver ausgeführt werden. Befinden sich zwei Züge in Obertupfingen, muss darauf geachtet werden, dass der erste die Lok umgesetzt hat und bereit ist zur Abfahrt, bevor der zweite eintrifft... Sonst lassen sich die Loks nämlich nicht umsetzen. Die Streckenlänge beträgt 16m oder 2.5 Modell-km. Das ergibt bei 80km/h zwei Minuten Fahrzeit. Komm mit auf eine Führerstandfahrt!
AusblickSeit 1995 (Fertigstellung des Rohbaus) findet mit einer provisorischen Elektrik ein "ausgedehnter Testbetrieb" statt... Im grossen und Ganzen hat sich der Gleisplan, das Betriebskonzept und die bauliche Ausführung bewährt. An Ostern 2001 habe ich mich mit dem Modul-Virus infiziert. Seither baue ich an einer modularen Erweiterung von Seldwyla. Aber auch die definitive Elektrik macht Fortschritte. Die Landschaft muss jedoch noch etwas warten... |
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