|
||||
Analog oder Digital?Vergleich zwischen analoger und digitaler Modellbahnsteuerung
|
||||
|
Eine gute, leicht verständliche Einführung in die Digitale Modellbahn findest du hier: Digital light
FahrbetriebAnalog: Wenn mit Stopweichen (z.B. Arnold, Fleischmann, Peco) gearbeitet wird, fährt automatisch nur die Lok, für welche auch die Weichen richtig gestellt sind. Das ist sicher ein Vorteil von Analog. Digital: Per Definition sind alle Loks ständig "online" und können, wenn man will, überall hinfahren. Auch über falsch gestellte Weichen. Wenn eine Lok eine Weiche mit leitendem Herzstück aufschneiden will, entsteht ein Kurzschluss, sobald das erste Lokrad aufs Herzstück fährt. Und bei Peco-Weichen (auch Insulfrog) gibt es eine Entgleisung, weil sich die nicht aufschneiden lassen. Diese Problematik gibt es auch bei Analog, nur eben, bei falsch gestellten Weichen fährt die Lok normalerweise gar nicht, wenn die Trennstellen sinnvoll gesetzt werden.
Schalten und WaltenDer grosse Vorteil von Digital kommt bei steigender Automatisierung (Fahrstrassenschaltung, etc) zum Tragen. Für simple Weichenschalter ohne weitere Automatisierung würde ich eher von Digital abraten. Autmatisieren lässt sich auch auf verschiedene Weise: Analog: Wenn die Weichen mit GLEICHSTROM geschaltet werden, lässt sich eine Fahrstrassenschaltung mit einer Diodenmatrix einfach realisieren. Wenn dann noch etwa 40-48 V Spannung verwendet wird, sollte es keine Probleme durch die gleichzeitige Stromaufnahme von mehreren Weichen geben. PFLICHT sind dann jedoch endabgechaltete Antriebe (sonst raucht es bald). Bauteile nach diesem Prinzip (z.B. Leiterplatte für Diodenmatrix) hat die Firma Klingeberger seit den 80er Jahren vertrieben. Digital: Der grosse Vorteil einer digitalen Fahrstrassenschaltung ist die Möglichkeit, einfach (weil softwaremässig) Änderungen und Erweiterungen vornehmen zu können. Dazu braucht es einen Rechner. Das kann ein PC, eine digitale Modellbahnsteuerung oder auch eine SPS (Speicherprogrammierbare Steuerung) sein. Voraussetzung ist, dass sämtliche Sensoren (Schalter, Besetztmelder, etc.) und Aktoren (Weichenantriebe, Lichtsignale, Anzeigelämpchen im Stellpult, etc.) an die Computersteuerung angeschlossen sind. Das kann schon mal in mehrere Dutzend oder auch Hunderte von Kabeln ausarten! (wie bei Analog auch...) Und jedes Kabel braucht eine Eingangs- bzw. Ausgangsklemme an der Steuerung. Auch das kostet, ganz unabhängig ob PC, SPS oder digitale Modellbahnsteueurng. Der grosse Vorteil einer digitalen Modellbahnsteuerung ist bei der Verkabelung: Alle Sensoren und Aktoren werden mit relativ kurzen Kabeln an einen Decoder angeschlossen, welcher an der Ringleitung (dem "Bus") hängt. Nur noch die Ringleitung muss dann durch die ganze Anlage geschlauft und an die digitale Modellbahnsteuerung angeschlossen werden. Das ist bei mittleren und grösseren Anlagen sicher ein Vorteil. Die Kehrseite der digitalen Modellbahnsteuerung ist die Netzwerk- Geschichte: Der Erbauer muss sich mit Adressen, Befehlen, etc. herumschlagen. Dies sollte auch nicht überbewertet werden. Und doch, dies entfällt, wenn alle Sensoren und Aktoren direkt (ohne Decoder und Bus) an den PC oder die SPS angeschlossen werden. Dann bleibt noch die Programmierung der Automatik im PC oder der SPS. übrigens, die Gotthard-Anlage im Verkehrshaus erhielt ca. 1995 eine neue Elektrik. Die Blockstrecken-Automatik wird nun genau mit einer normalen, industrieüblichen SPS gesteuert.
Verdrahtung
Analog: Bei konsequentem Arbeiten mit Stopweichen lässt sich eine analoge Anlage mit zwei Drähten anschliessen. Die Fahrspannung wird über die Schienen und die Weichen weitergegeben. Der Spannungsabfall in den Schienen spielt keine Rolle - man dreht einfach den Fahrregler mehr auf.
Digital: Nur bei kleinen Anlagen reichen die zwei Drähte, von denen in der Werbung die Rede ist. Schon bald sind weitere Einspeisungen dringend empfohlen, damit der Spannungsabfall im System klein bleibt. Denn hohe Widerstände im System könnten die Zuverlässigkeit der Datenübertragung beeinträchtigen. Kurz gesagt: Je mehr Funktionen verlangt werden, desto aufwendiger wird die Verkabelung. Mit Analog oder Digital hat das nichts zu tun.
Und noch etwas...Der digitale Irrtum oder warum es doch nicht so einfach ist wie manche behaupten. |
||||
|
|
||||
nach oben |
Home |
Meine Anlage |
Technik |
Führerstandfahrt |
Gleispläne |
Links |
Sitemap
|
|||
|
|
Manche Rechte vorbehalten. Der Inhalt dieser Seite ist, wo nicht anders angegeben, unter einer Creative Commons Lizenz lizenziert. |
|||